Die Deutsch-Türkische Industrie- und Handelskammer rief Bundesinnenminister de Maizière anlässlich seines Türkei-Besuchs auf, die Visumsvergabe zu entbürokratisieren.
Die Praxis der Visumsvergabe mit langen Wartezeiten, Kosten, geforderten Dokumenten und einer im
europäischen Vergleich hohen Ablehnungsquote behindert nicht nur die Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der Türkei, sondern schadet auch dem Ansehen der Bundesrepublik. Auf einer von der Deutsch-Türkischen Industrie- und Handelskammer (AHK) am 21. September 2010 im Marmara Hotel Istanbul organisierten Pressekonferenz kamen die Visumsproblematik und ihre nachteiligen Auswirkungen auf die Handelsbeziehungen zur Sprache. Die AHK stellte dazu ihr Vorschlagspaket zur Vereinfachung der Visumspraxis vor. An der Konferenz nahmen der AHKPräsident Franz G. Koller, AHKGeschäftsführer Marc Landau und der AHK-Vorstand teil. Es wurde betont, dass das Visumsproblem nicht nur ein Ärgernis für türkische Geschäftsleute ist, sondern sich massiv auf den bilateralen Handel auswirkt. Zuvor war das Vorschlagspaket Innenminister de Maizière geschickt worden. In seiner Antwort bedankt sich Innenminister de Maizière für die Anregungen und verspricht, dass sich sein Ministerium mit dem Bundesaußenministerium in Verbindung setzen wird.