Der Aufschwung wird selbsttragend. Angeschoben von den Exporterfolgen zieht die Binnennachfrage in den nächsten Monaten verstärkt an.
Die Geschäftserwartungen der Unternehmen verbessern sich – wenngleich mit vermindertem Tempo. In den
allgemeinen Konjunkturoptimismus mischt sich ein Schuss Unsicherheit. Der Industrie macht Sorge, dass die Konjunktur in den USA, in Japan und in Teilen Europas bislang kaum in Gang gekommen ist. Für Deutschland bedeutet das aber noch keinen Rückschlag. Denn der angesprungene Investitions- Beschäftigungs- und Konsumzyklus trägt für mehrere Quartale. Viel spricht dafür, dass die Wirtschaftleistung in Deutschland bereits 2011 wieder an das Vorkrisenniveau anknüpfen kann. Nach einem Wirtschaftswachstum von 3,4 Prozent in diesem Jahr – dem besten Wert seit der Wiedervereinigung – rechnet der DIHK für das nächste Jahr mit 2,4 Prozent. Das wäre immerhin ein doppelt so starkes Wachstum wie im Durchschnitt der letzten 20 Jahre. Diese Entwicklung schlägt sich erfreulicherweise auch weiterhin auf dem Arbeitsmarkt nieder. Die Unternehmen wollen kräftig einstellen. Für das Jahr 2011 rechnet der DIHK mit 300.000 zusätzlichen Beschäftigten und im Durchschnitt mit 2,9 Millionen Arbeitslosen. Das ist das Ergebnis der DIHK-Konjunkturumfrage im Herbst 2010. Grundlage sind mehr als 28.000 Unternehmensantworten, die von den Industrie- und Handelskammern (IHKs) ausgewertet wurden.