- Wirtschaft / Abfallwirtschaft

Recycling soll erhöht werden / Mehr geregelte Deponien Istanbul (gtai) - Schritt für Schritt verbessert die Türkei ihre Abfallbewirtschaftung. Zwar liegt immer noch kein integriertes nationales Programm dazu vor, wie es der EU-Standard vorsieht, mit zahlreichen einzelnen Maßnahmen wird aber die Verwendung und Entsorgung vieler Stoffe stärker reguliert. Für das Recycling bestimmter Materialien gelten gesetzliche Quoten, die langsam erhöht werden. Der Anteil des auf kontrollierten Deponien gelagerten Mülls steigt, die Zahl der solchermaßen versorgten Gemeinden hat sich von 2003 bis 2008 verdreifacht.

Etwa 14.000 t Müll produziert die türkische Metropole Istanbul am Tag Der Abfall wird in zwei Großdeponien abgelagert, eine auf der europäischen und eine auf der asiatischen Seite der Stadt. Ein Abfallmanagementplan bis 2023 sieht vor, einen größeren Anteil der Stoffe der Wiederverwertung oder der Energieversorgung zuzuführen. Die Stadtverwaltung hat hierzu die Verwertungsfirma ISTAC gegründet, die
für 2009 und 2010 Pressemeldungen zufolge mit einem Budget von 25 Mio. Türkischen Lira (circa 12 Mio. Euro) ausgestattet ist. Um die zahlreichen Vorhaben zu verwirklichen, denkt das städtische Unternehmen laut Direktionsmitglied Oguz Can auch an Betreibermodelle wie Build-Operate (BO).

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Görkem Çetinci