Als am achten Dezember der vierte nationale IT Gipfel in Stuttgart durchgeführt wurde, erschien im Handelsblatt ein kritischer Kommentar: Deutschland spielt in der zweiten Liga. Bezogen auf Informations- und Kommunikationstechnologien wurde darauf hingewiesen, dass internationale Unternehmen zwar Deutschland als Standort für Forschung und Entwicklung nutzen – die neuen Technologien jedoch träten ihren Siegeszug aus Amerika und Asien an.
Man sollte sein Licht nicht unter den Scheffel stellen. Nicht nur mit der Softwareschmiede SAP, sondern auch
mit IKT-Unternehmen wie der deutschen Telekom verfügt die Bundesrepublik über Unternehmer, die weltweit einen wichtigen Stellenwert haben. Doch auch ein beim IT Gipfel vorgestellter Ländervergleich, in dem Deutschland mit 14 weltweit führenden IKT Nationen verglichen wurde, ergibt im Grunde kein negatives Bild. Gegenüber einem 2008 durchgeführten Ranking konnte sich Deutschland um zwei Plätze auf Rang 7 verbessern. 2008 betrugen die IKT Umsätze in Deutschland 132 Mrd. Euro, dies entspricht einem Weltmarktanteil von 5,9 %. Diese Umsätze teilen sich etwa zur Hälfte in Informationstechnologien und Telekommunikationdienste. Zu den Ergebnissen der Studie gehört, dass eine Befragung von Experten in China und den USA ergab, dass man Deutschland zwar zutraut, gute Autos zu bauen, der Standort jedoch bei Informationstechnologien kaum wahrgenommen wird.