Allein in den nächsten fünf Jahren soll sich die Umschlagskapazitäten der türkischen Häfen nach den Vorstellungen der für den Bau von Eisenbahnen, Häfen und Flughäfen zuständigen Stelle beim Verkehrsministerium um rund ein Viertel auf circa 400 Mio. t im Jahr erhöhen.
Wesentliche Steigerungen dürften dabei weiterhin vor allem auf das Konto privater Hafenbetreiber gehen.
Eindrucksvolles Beispiel ist Marport in Ambarli etwa 40 km westlich von Istanbul, betrieben durch die Arkas Holding, der mittlerweile zum größten Containerhafen des Landes aufgestiegen ist. Die neuen Häfen weisen in der Regel eine höhere Spezialisierung auf als die traditionellen Standorte. Im Vordergrund steht der Ausbau der Kapazitäten für die Abfertigung von Containern, etwa in Aliaga bei Izmir, in Tekirdag am Marmarameer oder dem jüngst an ein privates Konsortium übergebenen Hafen der südtürkischen Stadt Mersin. In Ceyhan bei Adana betreibt die staatliche Pipeline-Gesellschaft Botas einen Erdölverladepunkt, der von der Baku- Tiflis-Ceyhan (BTC)-Ölleitung gespeist wird, die den Rohstoff aus der Kaspiregion ans Mittelmeer bringt. Nicht nur für den Export der wachsenden Zahl von Autos aus der Türkei sind RoRo (Roll on-Roll off)-Verladeanlagen von Bedeutung.